Die Suzuki V-Strom 650 nach der Rundumpflege und hier in der XT-Version.
Die Suzuki V-Strom 650 nach der Rundumpflege und hier in der XT-Version. © fbn

Stärker und chicer denn je

Suzuki V-Strom 650

Von Ulf Böhringer
02.10.2017 15:37:36

Suzukis bewährte kleine Reiseenduro V-Strom 650 wurde rundum überarbeitet, die 1000er bekam ein Kurven-ABS.

Sie ist ein Aktivposten im Suzuki Modell-Portfolio: Die V-Strom 650 gehört seit 2003 zu den Dauerläufern der ansonsten in den letzten Jahren ziemlich gebeutelten Japaner. Jetzt hat die "kleine" V-Strom eine Rundum-Pflege erhalten: Neue, der ebenfalls modellgepflegten 1000er ähnliche Optik mit viel mehr Dynamik, auf Euro-4-Standard gebrachter Motor mit fülligerer Leistungs- und Drehmomentkurve, leicht modifiziertes Fahrwerk und – auf die XT-Version mit Speichenrädern beschränkt – neue Bridgestone-Reifen (Battlax Adventure A40), die im Fahrtest auch auf nassen spanischen Strassen einen hervorragenden Eindruck hinterliessen.  

Jetzt mit Traktionskontrolle

Die XT-Version der V-Strom 650 (s. erstes Foto oben) kommt mit Handprotektoren und einer grossen Motorverkleidung, die nicht unwesentlich zum Chic der neuen Schale beiträgt (Standard-Version mit neuen Zehn-Speichen-Alugussrädern). Kräftig zeigt sich der 645 ccm-V2 mit nun 71 PS (bisher 69) im unteren und mittleren Bereich, bestens für Landstrassentouren, da drehfreudig und kultiviert zugleich. Das etwas straffere Fahrwerk macht forsche Fahrten zum Vergnügen. Gut abgestimmt ist die neue, zweistufige Traktionskontrolle. Erwähnenswert auch das überarbeitete Cockpit im Stil der 1000er, mit Analog-Drehzahlmesser und gut ablesbaren Displays samt Gang­anzeige; Einstellungs-Anwahl links am Lenker.

V-Strom 1000: Jetzt mit Kurven-ABS

Zahlreiche Detailänderungen kennzeichnen den neuen Jahrgang der seit 2014 angebotenen V-Strom 1000. Bei unveränderten Leistungswerten (101 PS, 101 Nm) des 1037-ccm-V2 entspricht das Triebwerk nun den EU-4-Vorschriften. Keine Notwendigkeit sah Suzuki für Veränderungen am Fahrwerk mit seinen einstellbaren Komponenten. Die Bremse wurde zu einem Kombi-System erweitert: vorne radiale Zangen, Bosch-Steuergerät jetzt mit IMU und damit kurvenfähig. Es gibt also Druckausgleichsmöglichkeiten zwischen vorne und hinten.

Die Standardversion kommt mit neuen, leichteren Zehnspeichen-Alu-Rädern, die XT-Version trägt höchst ansehnliche Speichenräder (besonders chic die goldfarbene Version) und einen konifizierten Rohrlenker. Prima Sitzposition, Windschild in der Neigung und jetzt auch höhenverstellbar (Letzteres nur mit Werkzeug). Alles in allem ein kräftiges, lässig und leicht fahrbares Tourenbike samt Traktionskontrolle mit sportiven Talenten und dennoch viel Komfort.
 

Preise und Varianten

Die Suzuki V-Strom 650 ist für Fr. 9495.– in Gelb, Schwarz und Weiss verfügbar. Die Version XT  kostet Fr. 9995.–; in denselben Farben.

Auch die grosse V-Strom 1000 gibt es als Standard- (Fr. 13 995.–) und als XT-Version (Fr. 14 495.–). Farben: Gelb, Schwarz, Weiss.
Das überarbeitete Cockpit der 650 im Stil der 1000er ist übersichtlich und schlicht. Das überarbeitete Cockpit der 650 im Stil der 1000er ist übersichtlich und schlicht. © fbn
Aufgehübscht und mit Kurven-ABS präsentiert sich die Suzuki V-Strom 1000. Aufgehübscht und mit Kurven-ABS präsentiert sich die Suzuki V-Strom 1000. © fbn