Swissperformance

Rekordwoche in Bonneville

Von D. Basler
31.08.2010 10:36:27

Das Schweizer Swissperformance-Team um Ruedi Steck begibt sich auch dieses Jahr wieder auf dem ausgetrockneten Salzsee in Bonneville auf Weltrekord-Jagd.

Update, Dienstag, 7. September 2010

Die 2010 BUB Speed Trials gehören inzwischen der Vergangenheit an. Und das Team Swiss Performance kehrt mit weniger Rekorden aus den USA zurück als in den vergangenen Jahren. Die Traktionsverhältnisse auf dem Salzsee waren dieses Jahr so unberechenbar, dass auch die beste Vorbereitung auf die Rekord-Jagd nicht viel brachte. In der Nacht vor dem ersten Renntag haben Regenfälle die Piste in eine Salzschlamm-Rutschbahn verwandelt. Zwar trocknete sie bei strahlendem Sonnenschein immer mehr ab, doch die Traktionsprobleme der (zu) starken Bikes blieben.

Am Mittwoch fuhren schwere Autos auf der Pist auf, um das Salz zu verdichten und für bessere Streckenverhältnisse zu sorgen. Das Experiment zahlte sich aus – nun konnten wesentlich höhere Geschwindigkeiten gefahren werden. Hans Versfeld konnte sich mit einem Run von über 176 mph auf seiner B-King für die lange 10-Meilen Strecke qualifizieren. Doch noch immer blieben Läufe über 200 mph eine Ausnahme. Sowohl Fritz Egli als auch Nico Pouchon mussten knapp vor der magischen 200 mph-Grenze kapitulieren. Egli kam mit 196 mph seinem Rekordlauf vom letzten Jahr (208.79 mph) zwar nicht wirklich nahe, doch konnte er wieder den Preis für das schnellste Seitenwagen-Motorrad entgegen nehmen.

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Update, Dienstag, 31. August 2010, Bonneville Salt Flats

Hans Versfeld konnte mit seiner Suzuki B-King erste Rekorde verbuchen. Mit zwei Läufen von 174.56 mph und 171.226 mph brach er den AMA-Rekord. Damit ist ausgerechnet die «schwächste» der Swissperformance-Maschinen auf Rekordkurs.

Die starken Hayabusa kämpfen mit Traktionsproblemen auf der sich abtrocknenden Strecke. Nico Pouchon blieb mit 30% Schlupf am Hinterrad bei 180 mph hängen. Nach den ersten Läufen stand fest, dass man die Leistung besser auf den Boden bringen muss. Deshalb nahm Fritz Egli vorübergehend den Ladedruck aus dem Turbo. Auch Leslie Porterfield von Honda-Dallas wartet noch auf die wirklich hohen Geschwindigkeiten.

Jetzt werden radikale Massnahmen ergriffen, um für bessere Strecken-Verhältnisse zu sorgen. Noch vor Sonnenaufgang werden alle Teilnehmer-Teams mit ihren Autos über die Strecke tuckern, um das Salz zu verdichten.

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Auf den Bildern sind die drei Bikes zu sehen, mit welchen Fritz W. Egli, Hans Versfeld und Nico Pouchon auf Rekordjagt gehen werden. Da wäre zum einen das Suzuki Hayabusa Turbo Seitenwagen-Gespann, welches letztes Jahr Fritz Egli zu einem neuen Weltrekord getragen hat. Vor einem Jahr mit 408 PS gesegnet, ist die Maschine heuer mit rund 500 PS bereit für neue Rekorde. Hans Versfeld fährt eine Suzuki B-King mit 225 PS. Salzsee-Neuling Nico Pouchon muss zunächst die Qualifikation über 5 Meilen mit seiner 230-PS-Hayabusa überstehen. Dann will er gleich im ersten Jahr in den 201-mph-Club.

Die Bikes traten ihre Reise über den Teich bereits vor über einer Woche an. Den Transport haben sie gut überstanden, und die technische Abnahme stellte keinerlei Probleme dar. Den Rekordversuchen steht also nichts mehr im Weg. Wie sich das Swissperformance-Team dieses Jahr auf der Salzpiste schlägt, werden Sie bei uns natürlich erfahren.

Mehr Infos unter: http://www.swissperformance.ch/ und demnächst auf toeff-magazin.ch.