Rückkauf

MV Agusta wieder italienisch

Von D. Basler
10.08.2010 16:57:56

Am 6. August 2010 hat Harley-Davidson seine Tochter MV Agusta endgültig verkauft. An die Castiglioni-Brüder. Nun ist die Edelmarke aus Varese auch wirtschaftsrechtlich wieder italienisch.

Vor rund zwei Jahren hat Harley-Davidson die damals angeschlagene und verschuldete MV Agusta Motor S.p.A. zu 100% gekauft. Hart getroffen von der Krise, welcher auch die Tochter Buell zum Opfer fiel, äusserte das US-Traditionsunternehmen bereits im Oktober 2009 die Absicht, MV Agusta wieder verkaufen zu wollen. Jetzt steht fest: Claudio und Giovanni Castiglioni haben die Aktien vollumfänglich zurückgekauft. MV Agusta wandert damit zurück in italienische Hände.

Zusammen mit Giovanni Castiglioni wird der bekannte italienische Manager Massimo Bordi (ehemals Ducati) das Unternehmen leiten. Massimo Bordi ist überzeugt: „MV Agusta hat das Zeug dazu, wieder ein Hauptakteur im Segment der Luxus- und Hochpreis-Bikes zu werden. Dieser Brand hat einen hohen Wiedererkennungswert und ist weltweit einer der bekanntesten. Wir werden in naher Zukunft eine Reihe reorganisatorischer Massnahmen vornehmen. Ich habe keine Zweifel was den zukünftigen Erfolg dieser Marke angeht.“

Claudio Castiglioni wird weiterhin als Präsident des Unternehmens fungieren und sich auf die Entwicklung neuer Produkte konzentrieren. Nach dem Abschluss des Vertrages mit Harley-Davidson meinte er: „MV Agusta ist das Kronjuwel italienischer Motorräder. Ich bin begeistert über den Abschluss des Deals. Zusammen mit Massimo Bordi haben wir die schönsten Motorräder der Welt geschaffen und wir werden diese Tradition fortsetzen.“