Das Grenzland zwischen West und Ost - ganz anders als früher, ist das heute ein wahres Töffparadies!
Das Grenzland zwischen West und Ost - ganz anders als früher, ist das heute ein wahres Töffparadies! © TÖFF-Archiv

Republikflucht

Mecklenbg.-Vorp.

Von Michael Kutschke
10.10.2014

Das Grenzland zwischen Ost und West ist heute ein Töffparadies.

"Der Westen Mecklenburgs ist die einzige Gegend Deutschlands, wo man noch legal Endurofahren kann", sagt Jochen Ehlers. Der Chef von Endurofun Tours muss es wissen. "Wo wir uns heute und morgen mit den Stollenbikes vergnügen, brausten bis 1989 auch die DDR-Grenzer mit olivgrünen MZs und Trabbis herum, um die Sperranlagen und deren Hinterland zu überwachen. Auf uns wartet eine Art Offroad-Bildungsreise, eine Endurowanderung vorbei an reizvollen Seen, durch prächtige Wälder und sanfte Hügelketten, vorbei an imposanten Bauwerken, darunter Schlösser wie in Schwerin und Ludwigslust. Und wenngleich Mecklenburg weder hohe Berge noch Schluchten aufweist, Endurofahren ist hier kein Kinderspiel", warnt Jochen. "Wer noch nie auf Sand gefahren ist, wird ein blaues Wunder erleben. Wenn es regnet, werden die Pfade garniert von Sumpflöchern, glitschigen Wurzeln und Wasserdurchfahrten. Meterhohes Gras und Brenn- nesseln gilt es zu durchqueren. Es sollte dennoch deutlich geworden sein, dass diese Tour nicht als Training für den Erzberg taugt, aber Tagesetappen von über 200 km sind hier schon drin", grinst Jochen am Ende des Briefings im Waldhotel Boizenburg. Dann erzählt uns Jochen von der Zeit des Kalten Krieges: "Vor dem Mauerfall stehen an der innerdeutschen Grenze 1265 km Metallgitterzaun, 29,1 km Betonsperrmauer, 71,5 km Hundelaufanlagen sowie 578 Beobachtungstürme. Erst mit Hilfe von Glasnost und Perestroika fand dieser über 40 Jahre dauernde Irrsinn ein Ende."

Checkpoint Harry und Elbbergmuseum

Dann geht es los: Zunächst beäugen wir die Mietmaschinen. TÖFF hat sich zu Testzwecken für diese Tour eine Beta Alp 4.0 und eine KTM-Freeride besorgt (siehe Kasten). Die ersten Meter beginnen mit Asphalt, denn in der Nähe, direkt an der Stadtgrenze, warten einige alte Kontrollanlagen der DDR. Dort finden sich um einen früheren Beobachtungsturm der Grenztruppen, der heute "Checkpoint Harry" heisst und einen Imbiss beherbergt, auch einige Bildtafeln zu den ehemaligen Anlagen: Boizenburg lag seit 1945 an der sowjetisch-amerikanischen Zonengrenze, die sich nach 1949 zur hochgerüsteten innerdeutschen Grenze entwickelte. Auch eine Transitstrecke, die heutige Bundesstrasse 5, kreuzte das Gebiet. Über 40 Jahre teilte hier die willkürlich gezogene Grenze Deutschland und Europa. Es ist still. Das zermürbende Warten, die endlosen Kontrollen haben sich von diesem Ort endgültig verabschiedet. Doch der "antifaschistische Schutzwall" (siehe Kasten), wie die Mauer im politisch korrekten DDR-Jargon hiess, schränkte nicht nur Freiheiten ein. Zahlreiche Fluchtversuche endeten tödlich, wegen der Minen und der Selbstschussanlagen, oder weil die Republikflüchtigen von den Grenztruppen erschossen wurden.

Wie überraschend es an dieser Grenze todernst werden konnte, ist von den Boizenburgern dokumentiert: Über der Stadt nehmen 1953 zwei sowjetische MiG-15-Jagdflugzeuge eine verirrte Maschine der britischen Royal Air Force unter Feuer. Plötzlich regnen Trümmer und Leichen herab. Alle sieben Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. "Solche Zwischenfälle waren in jener Zeit an der Tagesordnung", erklärt Jochen, "im Jahr 1952 wurde über Sachsen-Anhalt sogar eine Passagiermaschine der Air France mit Berlin-Touristen an Bord von den Kanonen zweier MiGs durchlöchert."

Durchs Gebüsch nach Dömitz

Äste schlagen gegen die Endurobrille, und hin und wieder verhakt sich ein üppig wuchernder Busch in der Crosshose. Früher durfte keiner hier fahren, heute will es wohl keiner mehr: 32 Eisenbahnlinien, drei Autobahnen, 31 Bundesstrassen, 140 Landesstrassen sowie Tausende von Wirtschaftswegen wie dieser wurden damals vom Eisernen Vorhang zerschnitten. Vor uns ragen plötzlich die Reste der Dömitzer Brücke in den Elbestrom, den sie seit 1945 nicht mehr überspannt. Ein bedrückendes Symbol des Krieges und der Teilung. Bis zu ihrer Zerstörung in den letzten Wochen vor der Kapitulation stauten sich hier Tausende Flüchtlinge aus Angst vor der anrückenden Sowjetarmee. Der blutige, sinnlose Kampf an der Elbe tobte derweil mit voller Brutalität weiter. Viele der eiligst zwangsrekrutierten deutschen Soldaten, teilweise erst 16 Jahre alt, wähnten sich aufgrund der NS-Propaganda, dass nun die Geheimwaffen eingesetzt würden, noch immer siegessicher (siehe Kasten).

Trotz intensiver Fahrerei bleibt es bei dieser Tour also nicht ausschliesslich beim lustvollen Abfackeln von Benzin, aber auch nicht nur beim Besuch von geschichtsträchtigen Bauwerken. Immer wieder kommt es spontan zu Gesprächen mit den Einheimischen, worauf Jochen auch grossen Wert legt. Und mittlerweile ist sogar uns Bergbewohnern klar geworden, dass Endurofahren auch in der Ebene Spass machen, bilden und ganz schön anstrengend sein kann. Doch wir wundern uns trotz dieser Einsichten weiter: Denn im Gegensatz zu unseren heimischen Gefilden, wo einem schon als Mountainbiker mit Walkingstöcken und der Polizei gedroht wird, erlebt man in Mecklenburg regelrechte Glücksmomente: Dann nämlich, wenn Ausflügler beginnen, die vorbeifahrende Endurogruppe begeistert anzufeuern.

Querbeet lotst uns Jochen immer weiter über Stock und Stein – weg von der Elbe, zu einer Pfarrei mitten im Wald. Jetzt sind wir schon über 100 Kilometer durch Feld, Wald und Flur unterwegs, und wir haben weit und breit nicht einen einzigen Berg erklommen oder gar ein klitzekleines Hügelkettchen, aber dafür jede Menge Störche und Kraniche gesehen.

Alt Jabel, der Kirchturm und die Minen

Plötzlich geht es in bodenlosem Weichsand durch dichten Nadelwald und kilometerlang entlang eines Sperrgebiets aus dem Krieg, das noch immer nicht betreten werden darf: Auf dem riesigen Gelände war von 1937 bis 1945 ein Nachschubdepot der Kriegsmarine mit einem riesigen Arsenal an Wasserminen.

Unter einer gewaltigen Ulme treffen wir schliesslich auf Heinz Warnke, die gute Seele der Pfarrei Alt Jabel. Heinz geleitet uns zum ehemaligen Pfarrstall, in dem sich "Dat lütt Museum" befindet. Das ist Teil eines in dieser Region einzigartigen Gebäudeensembles, bestehend aus dem Pfarrhaus mit seinen Nebengebäuden, einer mystischen Kirchenruine aus dem Jahre 1250 und der neuen Kirche. Und die war für Heinz schon immer ein besonderer Ort: "Als Kind bin ich oft bis in die Turmspitze geklettert. Dort war ein kleines Fenster, durch das ich in den Westen, zur Dömitzer Brücke und weit über die Elbe schauen konnte." Mit feuchten Augen berichtet Heinz von der Republikflucht seines Bruders, und wie der drüben oft auf der Dömitzer Brücke sitzend seine Gedanken sehnsüchtig über die Elbe, zur nun unerreichbaren Familie schweifen liess. "Ich im Kirchturm, er auf der Brücke – ein paar Kilometer zwischen uns und doch Welten, schien doch der jeweils andere für immer verloren."

Die Revolte eines DDR-Grenzdorfes

Gerangel um die besten Plätze: Klick, klick, die Kameraverschlüsse rattern. Begriffe wie Mauertote, Bluthunde und Berlin-Blockade fallen. Wir sind im DDR-Museum Rüterberg. Die Menschen hier hatten ein besonders schweres Schicksal: Wegen seiner exponierten Lage an der Westgrenze wurde das Dorf mit einem meterhohen Zaun komplett umschlossen.

Kurz vor der Wende forderten die Einwohner die Öffnung. Als ihnen das verwehrt wurde, versammelte sich die Dorfgemeinschaft heimlich. Es wurde die "Dorfrepublik Rüterberg" – nach dem historischen Vorbild der schweizerischen Urkantone – als Akt demokratischer Selbstbestimmung ausgerufen. Der Titel "Dorfrepublik" prangt weiter am Ortsschild. Heute als Zeichen für den Selbstbehauptungswillen der Rüterberger und dafür, dass man in den Wäldern rund um das Dorf auch als Endurist stets willkommen ist.

Zurück ins Hotel: 70 km durch Felder, Wiesen und Wälder liegen vor uns. Und zwar Offroad. Zuhause ein Ding der Unmöglichkeit. Geil dieses Mäck-Pomm! Ich ertappe mich dabei, an eine Art Republikflucht zu denken. Mecklenburg ich komme wieder.

Der Zweite Weltkrieg und die Teilung Deutschlands und Europas

Teheran 1943: Die Alliierten einigen sich auf eine Teilung Deutschlands in mehrere Teilstaaten.

07.05.45, 02.41 Uhr: Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Diese tritt am 08.05. um 23.01 Uhr in Kraft.

05.06.45: Machtübernahme der Besatzer. Deutschland und Berlin werden in vier Sektoren geteilt.

01.01.47: Wirtschaftliche Vereinigung der amerikanischen und der britischen Besatzungszone zur Bizone.

15.12.47: Scheitern der Konferenz zur "Deutschen Frage" der vier Siegermächte in London.

20.03.48: Der sowjetische Militärgouverneur verlässt den Alliierten-Kontrollrat aus Protest gegen die Gründung der "West-Union" (Vorläufer der Nato).

20.06.48: Währungsreform durch Einführung der D-Mark in den westlichen Besatzungszonen.

23.06.48: Währungsreform in der sowjetischen Besatzungszone (Einführung der Ostmark).

24.06.48: Beginn der Blockade West-Berlins als Reaktion auf den gescheiterten Versuch, die West-Währungsreform auf Gesamt-Berlin auszudehnen.

26.06.48: Beginn der amerikanisch-britischen Luftbrücke zur Versorgung West-Berlins.

19.03.49: Verabschiedung der Verfassung der künftigen Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

23.05.49: Verkündung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (BRD) in Bonn.

21.10.49: Kanzler Adenauer begründet den Alleinvertretungsanspruch der BRD für ganz Deutschland.

09.10.50: US-Präsident Truman ordnet die Aufstellung einer BRD-Armee unter Nato-Kommando an.

26.05.52: Der Ministerrat der DDR ordnet per Gesetz die Abriegelung der innerdeutschen Grenze an.

17.06.53: Rentenkürzungen, Preiserhöhungen für Lebensmittel und die Erhöhung der Arbeitsnormen lösen einen Volksaufstand in der DDR aus.

14.05.55: Die DDR gehört zu den Gründungsmitgliedern des "Warschauer Vertrages".

09.06.55: Die BRD wird Mitglied der Nato.

13.08.61: DDR riegelt die Grenzen zu West-Berlin und der BRD ab und beginnt den Bau der Berliner Mauer.

01.09.61: DDR verlegt Minen an der "Zonengrenze".

01.05.82: Die DDR legalisiert per Gesetz den Waffeneinsatz gegen sogenannte "Grenzverletzer".

 

Die SED, die Stasi und die totale Überwachung

In der DDR war es üblich, Personen, die verdächtig waren – und das war im Prinzip fast jeder –, zu beobachten, abzuhören und zu verfolgen. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), im Volksmund "Stasi" genannt, war der Inlands- und Auslandsgeheimdienst und die Ermittlungsbehörde für "politische Straftaten".

Das MfS war vor allem ein innenpolitischer Unterdrückungs- und Überwachungsdienst der SED, der dem Machterhalt dieser Partei diente.

Die Stasi versuchte kritische Menschen unter Druck zu setzen und sie seelisch zu verletzen. Auch vor psychologischen Zersetzungsmethoden wurde nicht zurückgeschreckt: Dazu gehörten unter anderem offene oder verdeckte Bespitzelung, heimliche Wohnungsdurchsuchungen, Brief- oder Telefonkontrolle (die Stasi öffnete 90 000 Briefe täglich), vor allem aber die sogenannte "Organisierung beruflicher Misserfolge" und sogar Rufmord-Aktionen sowie die Manipulation von Liebes-, Ehe- und Familienbeziehungen. Jeder Bürger und alle Zweige des Staatsapparates waren prinzipiell zur Zusammenarbeit mit dem MfS verpflichtet. Wenn die Staatssicherheit jemanden im Verdacht hatte, wurde im ersten Schritt eine Akte zur Person angelegt. Die Stasi legte von Bespitzelten auch Duftarchive an. Duftproben wurden sowohl offiziell als auch konspirativ von Dissidenten genommen und aufbewahrt.

 

Reiseinfos Mecklenburg-Vorpommern

Geschichtliches: Ein Teil Pommerns wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Polen zugeschlagen, Vorpommern wurde der DDR zugeteilt. Nach der Auflösung der DDR wurde daraus 1990 das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gebildet.

Reisezeit, Klima: Das Wetter in Norddeutschland ist besser als sein Ruf. Durch die nahe Ostsee ist das Klima mild, aber im Winter auch feucht und neblig.

Anreise: Autoreisezug ab Lörrach oder München, Infos unter www.sbb.ch oder www.autozug.de. Aber auch die (noch) gebührenfreien deutschen Autobahnen haben bei Schnellfahrern Kultstatus.

Motorrad fahren: Nebenstrassen sind manchmal nicht asphaltiert oder mit Kopfsteinpflaster versehen. Ein Genuss: Das Fahren durch die zahlreichen Alleen.

Endurofun Tours: Die beschriebene Tour wird von Endurofun Tours organisiert. Im Preis ab 221 Euro sind zwei Tage geführte Tour, eine Übernachtung, Abendessen und Frühstück inbegriffen. Mietmotorräder sind für 66 Euro/Tag auf Anfrage verfügbar.

Endurofun Tours, 25710 Burg/Dithmarschen, Tel: +49 4825 1695, www.endurofuntours.com

 

Test: Beta Alp 4.0 gegen KTM Freeride 350


Gestatten: Unaufdringlicher Auftritt, moderate Lautstärke und im Falle der 100 Kilo leichten KTM gemässigt grobstollige Bereifung. Ihre sozial- und umweltverträgliche Komponente ist der einende Aspekt beider enduristischen Konzepte. Und doch nähern sich unsere Kontrahenten dieser Verantwortung unterschiedlich: Unter dem Kunststoffkleid der seit 2003 erhältlichen, 145 Kilo schweren und 27 PS starken Beta Alp 4.0 steckt die alte Idee der vielseitigen, anspruchslosen Alltagsenduro. In ihr schlägt ein implantiertes Herz: Der kernige 350er-Einzylinder der längst verblichenen, genialen Suzuki DR 350.

Mit den 23 PS der KTM Freeride 350 schlagen die Österreicher einen moderneren Weg in Sachen Wanderenduro ein. Einspritzanlage, modifizierter Viertaktmotor der Hard-Enduro 350 EXC, leise und auf zarten Stollen. Freilich zum gehobenen Tarif: 7890 Franken kostet die Beta, 9290 das KTM-Spielmobil.

Tiefsand, nasse Wurzeln, Schlamm, Feldwege und Bachdurchfahrten beherrschen unseren Alltag in Mäck-Pomm. Butterweich gehen beide ans Gas. Der Beta fehlt es jedoch etwas an Punch aus dem Drehzahlkeller. Um die Front anzuheben, braucht es bei ihr viel öfter den helfenden Griff zur Kupplung. Dafür braucht die Italienerin den glättenden Kupplungseinsatz und ein fein dosierendes Gashändchen wegen der relativ grossen Schwungmasse des DR-Singles weniger oft als die Freeride. In kniffligen Situationen also durchaus ein Vorteil für Anfänger. Das Ackern kann sie gut, aber mit rasanterem Tempo kann sich die Beta gar nicht anfreunden. Zwar positioniert die Alp, wie auch die Freeride, ihren Piloten schön mittig, lässt ihm damit genügend Bewegungsfreiheit, doch das viel zu straffe Federbein und die butterweiche Front wollen nicht so recht harmonieren. Grössere Wurzeln werden vom Monofederbein direkt ins Kreuz des Piloten weitergereicht, während die Paioli-Gabel metallisch hart durchschlägt. Das schwach gedämpfte Teil knallt beim Ausfedern sogar nochmals hörbar an den Endanschlag.

Je zügiger das Terrain oder je ernsthafter und frecher der Fahrer zu Werke geht, desto mehr setzt sich die KTM von der Beta ab. In Sachen Offroad-Universalität gewinnt die KTM. Mit haftfreudiger sowie bodenschonender Bereifung überzeugt die Freeride in Mäck-Pomm, wofür sie konzipiert wurde: fürs Gelände. Geht’s jedoch auf die Asphalt-Verbindungsetappen, kehrt sich das Blatt. Fazit: Wer grossen Wert auf einfachste Fahrbarkeit, Asphalt- und Tourentauglichkeit legt und keine grossen Ambitionen fürs Tempo im Gelände hegt, der sollte sich die Beta genauer anschauen.


Sandeln oder untertauchen? Das enduristische Repertoire ist in Mecklenburg erstaunlich vielfältig. Sandeln oder untertauchen? Das enduristische Repertoire ist in Mecklenburg erstaunlich vielfältig. © TÖFF-Archiv
Bei uns undenkbar: Endurospass im Wald. Bei uns undenkbar: Endurospass im Wald. © TÖFF-Archiv
Beobachtungstürme, Bunker, Hundelaufanlagen, Spurensicherungsstreifen, KFZ-Sperrgraben, Minengürtel, Stacheldrahtverhaue, Selbstschussanlagen... eine unüberwindbare politische Grenze. Bereits im Hinterland der DDR gibt es eine rund fünf Kilometer tiefe Sperrzone, deren Betreten nur mit besonderer Genehmigung gestattet ist. Auf jeden Flüchtling, der sich in unmittelbarer Nähe des Grenzhindernisses aufhält, darf sofort gezielt geschossen werden. Der Eiserne Vorhang wurde an den Grenzen Ungarns zu Österreich, der damaligen Tschechoslowakei zur damaligen BRD und zu Österreich, Bulgariens zu Griechenland und zur Türkei und an der innerdeutschen Grenze errichtet. Die Grenzverläufe der DDR waren stark befestigt, was dazu führte, dass Fluchtwillige meist versuchten, über andere sozialistische Länder abzuhauen: An der innerdeutschen Grenze sind wohl 900 bis 1000 Republikflüchtige getötet worden. Beobachtungstürme, Bunker, Hundelaufanlagen, Spurensicherungsstreifen, KFZ-Sperrgraben, Minengürtel, Stacheldrahtverhaue, Selbstschussanlagen... eine unüberwindbare politische Grenze. Bereits im Hinterland der DDR gibt es eine rund fünf Kilometer tiefe Sperrzone, deren Betreten nur mit besonderer Genehmigung gestattet ist. Auf jeden Flüchtling, der sich in unmittelbarer Nähe des Grenzhindernisses aufhält, darf sofort gezielt geschossen werden. Der Eiserne Vorhang wurde an den Grenzen Ungarns zu Österreich, der damaligen Tschechoslowakei zur damaligen BRD und zu Österreich, Bulgariens zu Griechenland und zur Türkei und an der innerdeutschen Grenze errichtet. Die Grenzverläufe der DDR waren stark befestigt, was dazu führte, dass Fluchtwillige meist versuchten, über andere sozialistische Länder abzuhauen: An der innerdeutschen Grenze sind wohl 900 bis 1000 Republikflüchtige getötet worden. © TÖFF-Archiv
Die letzte Schlacht an der Elbe - die Dömitzer Eisenbahnbrücke war fast 1000 Meter lang und bei ihrer Fertigstellung 1873 die längste ihrer Art Deutschlands. Ihre eindrucksvollen Ruinen sind bis heute ein Symbol der deutschen Teilung: Denn die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs in Norddeutschland endeten nicht etwa, als die Briten am 19. April 1945 die Elbe östlich von Hamburg erreichten. Am 20. April wurde die Brücke von fünf amerikanischen Jagdbombern angegriffen und so stark beschädigt, dass einer der 24 Stromüberbauten in die Elbe stürzte. Nur eine Woche vor Kriegsende müssen die Alliierten nun noch einmal ihre gesamte Kriegsmaschine aufbieten. Die Briten setzen bei Lauenburg und die Amerikaner bei Bleckede über die Elbe. Es kommt zur Luftschlacht über der Elbe, einem letzten Aufbäumen der deutschen Luftwaffe, die dafür auch die neuen Düsenjäger zum Einsatz bringt. Die letzte Schlacht an der Elbe - die Dömitzer Eisenbahnbrücke war fast 1000 Meter lang und bei ihrer Fertigstellung 1873 die längste ihrer Art Deutschlands. Ihre eindrucksvollen Ruinen sind bis heute ein Symbol der deutschen Teilung: Denn die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs in Norddeutschland endeten nicht etwa, als die Briten am 19. April 1945 die Elbe östlich von Hamburg erreichten. Am 20. April wurde die Brücke von fünf amerikanischen Jagdbombern angegriffen und so stark beschädigt, dass einer der 24 Stromüberbauten in die Elbe stürzte. Nur eine Woche vor Kriegsende müssen die Alliierten nun noch einmal ihre gesamte Kriegsmaschine aufbieten. Die Briten setzen bei Lauenburg und die Amerikaner bei Bleckede über die Elbe. Es kommt zur Luftschlacht über der Elbe, einem letzten Aufbäumen der deutschen Luftwaffe, die dafür auch die neuen Düsenjäger zum Einsatz bringt. © TÖFF-Archiv
Der sozialistische Bruderkuss zwischen dem sowjetischen Staatschef Leonid Iljitsch Breschnew (links) und DDR-Chef Erich Honecker. - Das Gemälde stammt vom Künstler Dmitri Wrubel. Er hat es 1989 an die Berliner Mauer gemalt, wo es heute die Hauptattraktion der so genannten East Side Gallery in der Nähe des Berliner Ostbahnhofes ist. Der sozialistische Bruderkuss zwischen dem sowjetischen Staatschef Leonid Iljitsch Breschnew (links) und DDR-Chef Erich Honecker. - Das Gemälde stammt vom Künstler Dmitri Wrubel. Er hat es 1989 an die Berliner Mauer gemalt, wo es heute die Hauptattraktion der so genannten East Side Gallery in der Nähe des Berliner Ostbahnhofes ist. © TÖFF-Archiv
Wappen des Ministeriums für Staatssicherheit. Wappen des Ministeriums für Staatssicherheit. © TÖFF-Archiv
Nach Schweizer Vorbild: Die Dorfrepublik Rüterberg. Nach Schweizer Vorbild: Die Dorfrepublik Rüterberg. © TÖFF-Archiv
Tafel gegen das Vergessen. Tafel gegen das Vergessen. © TÖFF-Archiv
Dieser ehemalige Checkpoint Harry ist heute ein Restaurant. Dieser ehemalige Checkpoint Harry ist heute ein Restaurant. © M. Kutschke / M. Pairan / G. Storchenegger
Motorradstreife aus vergangenen Zeiten. Motorradstreife aus vergangenen Zeiten. © TÖFF-Archiv
An der West-Ost-Grenze wurde rund um die Uhr nach sogenannten Grenzverletzern gespäht. An der West-Ost-Grenze wurde rund um die Uhr nach sogenannten Grenzverletzern gespäht. © TÖFF-Archiv