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Fahren im Winter

Bekleidung - TÖFF-Tipps

Von ADAC und TÖFF-Magazin
20.11.2017 16:21:01

Motorrad fahren kann auch im Winter reizvoll sein. Allerdings muss die Ausrüstung des Fahrers an die Witterung angepasst sein. Das reicht von der richtigen Unterwäsche bis zum Helm-Visier. Die Motorrad-Experten des ADAC haben alle Tipps für den Zweirad-Wintersport zusammengestellt.


Handschuhe

Wer im Winter aufs Motorrad steigen will, der muss auch bei niedrigen Temperaturen stets alles im Griff haben. Deshalb sind gut isolierte, wasserdichte Handschuhe ein ganz wichtiges Utensil. Ganz wichtig: Alle Schalter und Hebel müssen einwandfrei bedient werden können und das Kontaktgefühl muss gut sein. Wer einen guten gefütterten Handschuh ein klein wenig grösser kauft, der kann dünne Unterziehhandschuhe aus Seide oder Kunstfasern drunter tragen.


Elektro-Heizung fürs Bike

Es gibt auch eine grosse Auswahl an beheizbaren Helfern: Sitzbänke, Bekleidungsteile wie Westen oder Funktionswäsche, Socken oder Nierengurte, bei denen eingelassene Drähte per Strom aus dem Motorrad-"Kraftwerk" geheizt werden. Der Verbrauch dieser Verbraucher sollte dabei beachtet werden: Höchstens zehn Prozent Mehrbelastung kann der Lichtmaschine zugemutet werden.


Visiere

Besonders im Winter kann ein beschlagenes Visier zum Sicherheitsproblem werden. Ein Pinlock-Innenvisier, das beschichtete Visiere in Punkto Beschlagfreiheit übertrifft, ist die richtige Wahl. Um einen zu kühlen Kopf zu vermeiden, sollten "Wintersportler" nicht an einer guten Sturmhaube sparen. Besonders wintertauglich sind Modelle mit grossflächigem Brust- und Nackenschutz. Allerdings sollte stets die Nase frei sein: Wer die Luft durch feuchten Stoff atmet, schwebt in Erkältungsgefahr. Auch sollte man darauf achten, keine verbrauchte Luft zu atmen.

Stiefel

Zur Ausstattung für Winterfahrer gehört stets ein guter, wasserdichter und gefütterter Stiefel mit hohem Schaft und genügend Platz im Innern. Nicht nur, um durch die Bewegung der Zehen die Durchblutung anzuregen: auch dickere Socken dürfen nicht einengen. Damit die Füsse warm und trocken bleiben, ist die beste Empfehlung: Zuerst dünne Laufsocken mit hohem Kunstfaser-Anteil aus dem Sport-Fachhandel anziehen, darüber dicke Socken aus Wolle oder Synthetikgewebe, die es in Outdoor-Läden gibt. Mit zusammen um die 40 Euro ist die Kombination allemal günstiger als heizbare Einlegesohlen oder ein Heizsystem für Stiefel.


Thermokombi

Der Vorteil moderner Modelle ist, dass sie neben Thermofutter durch entsprechende Membrane absolut wind- und wasserdicht sind, aber Wasserdampf nach draußen transportieren. Damit allerdings keine Nässe und Kälte nach innen gelangt, sollten "Schwachstellen" schon beim Kauf beachtet werden. Probleme können vor allem an den Enden der Ärmel und am Kragen auftreten. ADAC Empfehlung: Labyrinth-Konstruktionen und enge Stretch-Bündchen, am besten eine Kombination daraus. Wer aus Sicherheitsgründen wegen der Abriebfestigkeit im Falle eines Sturzes auf seine Lederkombi schwört, der kann zu gefütterten "Überziehern" greifen. 


Nichts geht übers Zwiebel-Prinzip

Hier kommt es aufs Material und die Reihenfolge an. Als Lage eins sollte Thermo-Unterwäsche in Funktionsfaser- oder Merino-Ausführung, die keine Feuchtigkeit aufnimmt, gewählt werden. Als zweite Lage kann ein dünnes, atmungsaktives Set mit winddichter Membran angezogen werden. Wer dann noch einen Fleece-Pulli unter einer Textilkombi mit Thermofutter trägt und die exponierten Knie mit speziellen Neopren-Bandagen schützt, der kann die schönen Seiten des Motorradfahrens im Winter geniessen.


Eis und Schnee?

Der wichtigste Tipp des ADAC für ungetrübten Fahrspass im Winter hat allerdings nichts mit der Ausrüstung und Bekleidung zu tun: Bei Schnee und Eis sollte das Motorrad auf jeden Fall in der Garage bleiben!

Und das sind die heissesten Bekleidungs-Tipps von der TÖFF-Redaktion für die kalten Tage (vgl. auch Bilder)

Held Luca Jacke und Clip-in-Thermo: An Schlaufen werden die Clip-in-Produkte in die Basis­jacke eingeknöpft. Das System ist so gestaltet, dass die Clip-in-Produkte auch separat casual getragen werden können. UVP:  Jacke ab 698.–; Clip-in-Thermo ab 118.–; www.pro-moto.ch

Klim Apex Air Jacke: Ideal für die Übergangszeit. Innerhalb von Sekunden verwandelt sie sich von einer belüfteten Sommerjacke in eine vollwertige Touring- Jacke für herbstliche Temperaturen! UVP: 639.– ; www.klim.com

Vanucci HiRider III: Unter dem schlichten Aufbau verbirgt sich eine wertige Ausstattung. Die Kombi für das ganze Jahr besteht zudem aus einem leicht elastischen Material und ist extrem bequem. Jacke ab 499.95, Hose ab 389.95; www.louis.de

Alpinestars Jacke Managua und Ixon Handschuhe Pro Inferno: Die herausnehmbare Thermoweste der Managua ist Ultraschall-geschweisst. Der Ixon Handschuh verfügt über einen Knöchelschutz auf der Rückhand. Jacke 679.– ; Handschuhe 139.–; www.redpointgear.ch

iXS Montgomery: Klassisches Ausstattungspaket für den ganzjährigen Einsatz. 3-Lagen- Z-Liner-Membrane, austrennbares ­Thermofutter, Ventilationsöffnungen, reflektierende Ein- sätze. UVP: 599.–;  www.moto.ixs.com
Held Luca Jacke. Held Luca Jacke. © Held
Held Clip-in-Thermo. Held Clip-in-Thermo. © Held
Klim Apex Air Jacke. Klim Apex Air Jacke. © Klim
Vanucci HiRider III Jacke. Vanucci HiRider III Jacke. © Louis
Vanucci HiRider III Hose. Vanucci HiRider III Hose. © Louis
Alpinestars Jacke Managua. Alpinestars Jacke Managua. © Alpinestars
Ixon Handschuhe Pro Inferno. Ixon Handschuhe Pro Inferno. © Ixon
iXS Montgomery Jacke. iXS Montgomery Jacke. © iXS