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Kawasaki ZX-10R

Von Daniele Carrozza
30.11.2010 16:49:39

Noch nie war es für Normalsterbliche so einfach, mit knapp 210 PS umzugehen.

Ducati hat sie bei den Serien-Superbikes schon länger im Programm, BMW seit einem Jahr und Aprilia seit gut einem Monat – die Traktionskontrolle. Elektronische Fahrassistenzsysteme stehen hoch im Kurs, denn sie bieten einmarkantes Sicherheitsplus beim Ausloten des Grenzbereichs von tendenziell immer stärker werdenden Sportbikes. Dass dabei der Fun-Faktor exponentiell zunimmt, liegt auf der Hand. Für 2011 schliesst sich nun auch Kawasaki diesem Trend an und bestückt die neue ZX-10R – mit einem Leistungsgewicht von (mit Ram-Air) 1,06 PS pro Kilo das stärkste Serien-Superbike aller Zeiten – standardmässig mit einer in drei Empfindlichkeitsstufen einstellbaren Traktionskontrolle. Das Bike ist auch als ABS-Version erhältlich (201 statt 198 kg).

Euphorie und Ekstase
Losail International Circuit, Katar: Schon im ersten Turn weicht das anfängliche Herzklopfen – in der ZX-10R schlummern immerhin 209,9 PS – einem Feuer der Begeisterung. Der Schlüssel zum Glück? Die sensationell und diskret arbeitende Traktionskontrolle, dank der auch Normalsterbliche die schiere Power der Zehner effizient nutzen können. Der digitale Helfer, der alle fünf Millisekunden Drehzahl, Drosselklappenstellung und Schlupf monitoriert und nötigenfalls über die Zündung korrigierend eingreift, fährt wie ein Schutzengel mit.

Ansonsten dreht der 998er-Reihenvierer leicht progressiv und ohne böse Überraschungen hoch. Das Bike ist nahezu perfekt ausbalanciert, der Kompromiss aus Handling und Stabilität passt. Auch die Bremsen – in der Ansprache nicht zu giftig – tragen ihren Teil zu einem in sich durch und durch stimmigen Gesamtpaket bei. Fazit: Es ist sehrgutmöglich, dass den Grünen mit der erstaunlich unkomplizierten ZX-10R für 2011 eine Punktlandung an die Spitze des Hypersport-Segments gelungen ist.

 

 

Eine ausführlichere Story lesen Sie im nächsten TÖFF, erhältlich ab dem 15. Dezember.